Naturparkzentrum Naturpark Hirschwald

Der Naturpark Hirschwald e. v. plant die Einrichtung eines Naturparkzentrums in der Mitgliedskommune Hohenburg. Der Markt Hohenburg besitzt in dem Gebäude am Marktplatz 10 eine leerstehende Immobilie, die vormals eine Gaststätte und Metzgerei war. Das Haus steht unter Denkmalschutz. Im Rückgebäude im 1. Stock befindet sich das Schützenheim. Dieses Gebäude plant nun der Markt Hohenburg nach der Sanierung mit Hilfe von Fördermitteln des Umweltministeriums (siehe Hintergrund) dem Naturpark Hirschwald e. V. als Naturparkzentrum zur Verfügung zu stellen. Das Thema des Naturparkzentrums lautet "Fledermäuse und der Lebensraum Oberpfälzer Jura".

Hintergrund

Der Freistaat Bayern stellt seit einigen Jahren über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie Fördergelder für die Einrichtung jeweils eines Naturparkzentrums in den 19 bayerischen Naturparken zur Verfügung. Das dabei eingesetzte Verfahren ist mehrstufig: zunächst reichen interessierte Naturparke eine ca. 20-seitige Projektskizze ein. In der zweiten Stufe folgt eine ausführliche (geförderte) Projektstudie mit Details zu Ausstellung und Architektur, Angebot und Betrieb. In der dritten Stufe erfolgt der eigentliche Bau bzw. Umbau und die Einrichtung des Zentrums.

Das zuständige Fachministerium, das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, verknüpft mit der Förderung bestimmte Kriterien:

  • Bestandsgebäude werden gegenüber Neubauten bevorzugt. Der (Um-)Bau, bzw. die Sanierung, werden mit max. 2 Mio. € gefördert.
  • Der Eigentümer muss das Gebäude mietfrei für 25 Jahre dem Betreiber, also dem jeweiligen Naturpark, übergeben.
  • Barrierefreiheit
  • Der Name lautet jeweils „Naturparkzentrum Naturpark XY“.
  • Jeder der 19 bestehenden bayerischen Naturparke hat sich bereits im Vorfeld auf ein Thema festgelegt, das zum jeweiligen Naturpark passt.
  • Das NPZ muss jährlich mindestens 2.000 Stunden geöffnet sein.
  • Es müssen mindestens drei Vollzeitstellen geschaffen erden, Einstufung angelehnt an TVöD: 2 x E10, 1x E6.
  • Die Leitung des Zentrums hat die Geschäftsführung des jeweiligen Naturparks inne.
  • Eine jährliche Besucherzahl von 20.000 Personen soll erreicht werden.
  • Für das NPZ ist jährlich ein Arbeitsprogramm bei der Förderstelle einzureichen. Dies ist Bedingung für die jährliche Betriebskostenpauschale in Höhe von max. 193.000 €.

Was bisher geschah ...

Nachfolgend berichten wir fortlaufend über den aktuellen Stand.

Januar 2023

Informationsveranstaltung zum geplanten Naturparkzentrum Naturpark Hirschwald in Hohenburg

Kürzlich fand eine öffentliche Informationsveranstaltung im gut gefüllten Rathaussaal in Hohenburg zum „Naturparkzentrum Naturpark Hirschwald“ statt. Der Vorsitzende des Naturparks Hirschwald e. V. Markus Dollacker überreichte dem eigens aus Regensburg angereisten Regierungsvizepräsident Florian Luderschmid eine Tasche mit Infomaterial und Giveaways aus dem Naturpark Hirschwald. Dieser war gespannt auf die Vorstellung der Pläne und zeigte sich erfreut darüber, dass in der Oberpfalz bayernweit voraussichtlich das erste von Grund auf neu errichtete Naturparkzentrum im Rahmen der neuen Förderrichtlinie entsteht. Anwesend war auch Stefanie Graml von der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung der Oberpfalz als Vertreterin der Bewilligungsbehörde.

Voraussetzung für die Förderung des Zentrums durch das Bayerische Umweltministerium ist die Erstellung einer detaillierten Studie, deren aktueller Stand an diesem Abend vorgestellt wurde. Detlef Müller vom Büro IMAGO 87, das die Studie erstellt, präsentierte die Überlegungen für das Haus Marktplatz 10 und die Ausstellung.

Flyer Naturparkzentrum

HIR_Folder 98x210_END.pdf (6,7 MiB)

November 2022

Workshop mit Interessenvertretern und Kooperationspartnern

September 2022

Bewilligungsbescheid für Förderung der Hauptstudie

Juni 2022

Auswahl der Architektin und des Büros für die Erstellung der Hauptstudie sowie Antrag auf Förderung der Hauptstudie

März 2022

Kooperationsvertrag zwischen Naturpark Hirschwald, Landesbund für Vogelschutz und Markt Hohenburg unterzeichnet

Ein freudiges Ereignis war kürzlich die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zur Weiterentwicklung des Marktes Hohenburg als Fledermausgemeinde und Standort für das Naturparkzentrum Naturpark Hirschwald mit dem Schwerpunkt Fledermäuse zwischen dem Markt Hohenburg, dem Naturpark Hirschwald und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). 1. Bgm. Florian Junkes, Dr. Norbert Schäffer (Vorsitzender des LBV) und Markus Dollacker (1. Vorsitzender des Naturparks Hirschwald) freuten sich gemeinsam mit Naturpark-Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager und Gebietsbetreuer Alexander Gnatz über die schriftliche Besiegelung der bereits bestehenden langjährigen Kooperation.

Alle drei Partner arbeiten nun auf das gemeinsame Ziel hin, die Einrichtung des Naturparkzentrums Naturpark Hirschwald am Marktplatz in Hohenburg in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus und zum Fledermaushaus. Der Markt Hohenburg stellt als Eigentümer einer ehemaligen Gastwirtschaft und Metzgerei am Marktplatz 10 das Gebäude für das geplante Naturparkzentrum zur Verfügung. Die Naturparkrichtlinien des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz erlauben eine großzügige Förderung des Umbaus, der Einrichtung und des Betriebs.

Der Markt Hohenburg übernimmt die Bauträgerschaft für Sanierung und Umbau des Gebäudes. Der Naturpark Hirschwald e. V. wird der Betreiber des Zentrums sein. Die konkreten Anforderungen an das Gebäude in Bezug auf Sanierung, Einrichtung, Betrieb und Wirtschaftlichkeit werden noch im Rahmen einer Studie ermittelt, die dann Grundlage für die Förderung sein wird.

Der Landesbund für Vogelschutz unterstützt das Vorhaben mit dem bereits vorhandenen Fledermaushaus und der damit verbundenen Gebietsbetreuer-Stelle. Hier ist hauptsächlich an Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Besuchergewinnung für das Naturparkzentrum gedacht.

Foto:

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags © Paul Böhm

  1. l. n. r.: Alexander Gnatz (LBV-Gebietsbetreuer Fledermaushaus), Dr. Norbert Schäffer (Vorsitzender des LBV Bayern), Markus Dollacker (1.Vorsitzender Naturpark Hirschwald), Florian Junkes (1.Bgm. Markt Hohenburg), Isabel Lautenschlager (Geschäftsführerin Naturpark Hirschwald)

Dezember 2021

Die Projektskizze wird von der HNB und dem Umweltministerium positiv bewertet, und der Naturpark Hirschwald darf einen Förderantrag für die Hauptstudie stellen

März 2021

Einreichen der 20-seitigen Projektskizze bei der Höheren Naturschutzbehörde (HNB) an der Regierung der Oberpfalz

Projektskizze Naturparkzentrum Naturpark Hirschwald

NP Hirschwald Projektskizze Naturparkzentrum Hohenburg 2021-03.pdf (2,4 MiB)

Gründung 2008 – 2020

Der Naturpark Hirschwald e. V. befürwortet die Einrichtung eines Naturparkzentrums. Über die Jahre werden immer wieder verschiedene Standorte und Fördermöglichkeiten geprüft. Erst als der Freistaat Bayern 2020 die Förderung von Naturparkzentren in die Naturparkförderrichtlinie aufnimmt, besteht eine realistische Chance auf die Verwirklichung. Der Markt Hohenburg bietet dem Naturpark Hirschwald offiziell das Gebäude Marktplatz 10 an. Der Vorstand beschließt, in das Förderverfahren einzusteigen. Als erster Schritt wird die Projektskizze erstellt.