Wildbirne

Deutscher Name

Birne

Lateinischer Name

Pyrus pyraster

Namensbedeutung

Der Name Birne geht auf das vorlateinische „bira“ zurück.

Pyrus“ hingegen ist das Lateinische Wort für Birne.

Baum/Strauch

Baum

Fremdländisch/einheimisch

Einheimisch

Laub-/Nadelholz

Laubholz

Blattform

Wechselständig, einfach, rundlich bis lanzettlich, oft gesägt oder gezähnt, selten gelappt, Nebenblätter klein.

Rinde

Borke grau, kleinfeldrig, +/- längsrissig, Zweige meist kahl, olivgrün bis grau oder rotbraun.

Blüte

Weiß, selten rosa getönt, 2-4 cm breit, mit oder vor den Blättern, in mehrblütigen Dolden oder kurzen Trugdolden, an seitlichen Kurztrieben, 5-zählig, Kelchblätter meist zurückgebogen oder gespreizt, Kronblätter rundlich oder breit verkehrt-eiförmig,

Frucht

Kugelig bis birnenförmig, 2-4(-8) cm groß, gelb oder braun, Kelch bleibend oder fehlend, Fruchtfleisch gleichmäßig dicht mit harten, körnigen Einschlüssen, je Fach 1-2 schwarze oder schwarzbraune Samen, Stiel 1-3 cm lang, dick

Wuchsform

Sommergrüne, selten halb immergrüne Bäume oder Großsträucher

Höhe

Bis 20 m

Alter

Bis 150 Jahre

Standort

Zerstreut an sonnigen Hängen, in Gebüschen, Hecken, lichten Mischwäldern, aber nie Reinbestände bildend.

Sowohl auf saurem wie kalkhaltigem Untergrund, auf feuchten bis sommertrockenen Standorten in den mitteleuropäischen Auenwäldern sowie im Südosteuropäischen Steppenwald.

Bei uns typischerweise oft markante Exemplare in der landwirtschaftlichen Flur, früher Grenzbäume

Holz verwendet zu…

Das Holz wird für Fruchtpressen, Messinstrumente oder Druckstöcken verwendet.

Sonstige Teile verwendet zu…

 

Wichtige Schädlinge

Obstbaumspinnmilbe (Metatetranychus ulmi), Großer Birnenblattsauger (Psylla pirisuga), Birnengitterrost (Gymnosporangium sabinae) oder Obstbaumkrebs (Nectria galligena)

Kulturhistorische Infos

Selbst die Römer beherrschten schon die Technik des Pfropfens.

Sie bereiteten aus den Birnen Most und Kompott zu.

Sagen und Mythen

Der griechische Dichter Homer beschreibt die Birne als eine Gabe der Götter.

Holzbirnen standen in dem Ruf, Wohnstätte für Dämonen und Hexen zu sein, die Früchte und Rinde für die schwarze Magie benutzten.

Naturschutzfachliches

Sie werden meist von nektarsammelnden Bienen und Fliegen bestäubt. Sie bilden also eine wichtige Basis für eine solide Nahrungspyramide

Klimaprognose

 

Baum des Jahres

Wildbirne: 1998

Naturheilkunde

 

Verwendung in der Küche

 

Naturparkspezifisch

Grenzbaum, landschaftsprägende Einzelbäume in der Flur, Garsdorf